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Wofür steht der GLB?

1. Existenzsichernde Arbeit für alle!

Sofortige Arbeitszeitverkürzung auf 30 Stunden pro Woche bei vollem Lohnausgleich und für alle Branchen.

Zurückdrängung aller atypischen und prekarisierten Beschäftigungsverhältnisse.

Beschäftigungsoffensive durch die öffentliche Hand und wirksame Maßnahmen gegen die Jugendarbeitslosigkeit.

Steuerfreier Mindestlohn von 1.300 ¤ wertgesichert.

Schaffung eines Lehrlingseinstellungsgesetzes.

Empfindliche Erhöhung der Zahlungen bei "Freikaufen" aus den Verpflichtungen des Behinderteneinstellungsgesetzes. Zweckwidmung dieser Zahlungen für die Schaffung von Behinderten gerechten Arbeitsplätzen.

2. Soziale Sicherheit statt Ausgrenzung!

Grundsicherung in der Höhe von 80 Prozent des Mindestlohnes.

Nein zur Verschärfung des Arbeitslosengesetzes. Rücknahme aller Verschlechterungen, die in den letzten Jahren bereits in Kraft getreten sind.

Rücknahme der Pensionsverschlechterungen.

Einhebung der Sozialversicherungsbeiträge der Unternehmen auf Wertschöpfungsbasis.

Öffentliche Sicherungssysteme statt privater Pensionsvorsorge und Krankenversicherung. Keine 2-Klassen-Medizin. Pflichtversicherung statt Versicherungspflicht.

3. Arbeitsrecht ausbauen statt deregulieren!

Das Kollektivvertragswesens muss im Bereich der Gewerkschaften bleiben. Keine Verlagerung auf die Betriebsebene.

Kündigungsschutz vor allem für die älteren ArbeitnehmerInnen wirksam ausbauen.

Eine echte Vergütung der Nacht- und Überstundenarbeit.

Keine Flexibilisierung der Arbeitszeiten.

Keine Verlängerung der Ladenöffnungszeiten.

Sozialversicherung für alle geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse zu Lasten der Unternehmer.

Überprüfung von Werkverträgen und scheinselbstständigen Dienstverträgen durch Krankenkassen und Arbeitsgericht.

4. Verankerung des öffentlichen Eigentums in der Verfassung!

Der GLB fordert den Nationalrat auf, eine Volksabstimmung zum Schutz des öffentlichen Eigentums vor Ausverkauf durchzuführen. Wir verlangen die Verankerung des öffentlichen Eigentums und des Sozialstaates in der Verfassung. 

Ausstieg aus den GATS-Verhandlungen.

Die Inhalte des EU-Grünbuchs dürfen niemals EU-Recht werden.

5. Umverteilung von oben nach unten. Steuergerechtigkeit!

Sofortige Durchführung einer sozialen Lohnsteuerreform, die die unteren und mittleren Einkommen langfristig entlasten.

Einführung einer Wertschöpfungsabgabe: Einhebung der Sozialversicherungsbeiträge der Unternehmen nicht auf Basis der Lohnsummen, sondern auf Basis der Wertschöpfung (Lohnsumme und Profite).

Anhebung des Spitzensteuersatzes.

Eintreiben der Steuerschulden der Unternehmen und ihrer Schulden bei der Sozialversicherung.

Einhebung der KEST auch bei Privatstiftungen.

Wiedereinführung der Vermögenssteuer.

Einführung der TOBIN-Steuer (Steuer auf Spekulation von Kapitalverkehr).

6. Hier und jetzt - Frauenrecht umgesetzt!

Existenzsichernde Arbeit und Grundsicherung für alle.

Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit.

Kein Zwang zur Teilzeitarbeit und geringfügiger Beschäftigung.

Keine Harmonisierung auf den Rücken der Frauen! Rücknahme der Pensionsverschlechterungen.

Flächendeckendes Netz kostenloser Kinderbetreuungseinrichtungen.

Verhütungsmittel auf Krankenschein.

7. Gleiche Rechte für alle in Österreich lebenden Menschen!

Aktives und passives Wahlrecht auf betrieblicher, kommunaler Ebene und bei AK-Wahlen.

Öffnung der kommunalen Wohnbauten für MigrantInnen.

Gleicher Zugang zu sozialen Ansprüchen, insbesondere zu Sozialhilfe.

Weg mit dem rassistischen Aufenthalts- und Beschäftigungsgesetz.

8. Frieden und Neutralität!

Der GLB tritt entschieden gegen jede Art der Aufrüstung - in Österreich, in der EU und weltweit - ein. Kein Kauf von Eurofightern oder anderen militärischen Fluggeräten!

Der GLB steht für den Erhalt der österreichischen Neutralität.

Der GLB verlangt von der Arbeiterkammer und den Gewerkschaften deutliche Stellungnahmen gegen Krieg und Aufrüstung, die ideelle und materielle Unterstützung der Friedensbewegung und aktives Engagement für die Erhaltung der immerwährenden österreichischen Neutralität.

Der GLB wendet sich gegen die Schaffung eines Berufsheeres.

Der GLB ruft auf, das Friedensvolksbegehren, das gerade in der Einleitungsphase ist, zu unterschreiben!

Wir rufen den ÖGB und die Arbeiterkammer auf, das Österreichische Sozialforum ideell und materiell zu unterstützen und sich an den Europäischen Sozialforen zu beteiligen!



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